Narbengewebe ist genauso vielfältig wie die Personen, zu denen es gehört. Während einige Narben sofort und ohne Schwierigkeiten verheilen, benötigen andere mehr Zeit und neigen dazu, wulstig zu werden und/oder rötlich zu bleiben. Eines haben sie jedoch alle gemeinsam: Narbengewebe wird schlechter durchblutet und ist nicht mehr so elastisch wie das ursprüngliche Gewebe.

Die von außen sichtbare Narbe ist oft auch nur ein kleiner Teil des Ganzen. Gerade bei Operationsnarben (auch Kaiserschnitten) erstreckt sich das Narbengewebe in tiefere Haut- und Muskelschichten.

Dadurch kann es zu vielfältigen Beschwerden wie chronischen Verspannungen, Bewegungseinschränkungen, Verdauungsstörungen und neurologischen Störungen (Taubheitsgefühl, Sensibilitätsstörungen usw.) kommen.

Die Narbenbehandlung ist sinnvoll, wenn eines oder mehrere Symptome bei Ihrer Narbe auftreten:

  • Die Narbe schmerzt.
  • Das Hautareal um die Narbe ist taub/gefühllos.
  • Die Narbe juckt.
  • Die Narbe ist verfärbt.
  • Wenn das Narbengewebe fest ist und sich nicht gegen die darunterliegende Hautschicht verschieben lässt.
  • Bei Bewegungseinschränkungen.

 

Welche Narben können/sollten behandelt werden?

  • Verletzungsnarben.
  • Operationsnarben (auch Narben nach Schönheitsoperationen, nach Kaiserschnitten usw.).

 

Mit der Narbenbehandlung kann begonnen werden, nachdem Pflaster und Nähte vom Arzt/ der Hebamme entfernt wurden.

Die Narbenbehandlung/Narbenentstörung erfolgt mithilfe von Techniken aus der Bindegewebsmassage, unter Einsatz des Akupunktur-Stäbchens oder auch mithilfe von ganz sanften Schröpfgläsern.

Unabhängig von der gewählten Methode ist das Hauptziel, die Verklebungen zwischen den Hautschichten zu lösen. Auf diese Weise wird die Narbe elastischer, was zu erhöhter Geschmeidigkeit, Beweglichkeit und Schmerzfreiheit führen kann.